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Syriens Schatzkammer
Die Entdeckung der bronzezeitlichen Königreiche
- 10-tägige Studienreise durch Syrien
- Übernachtungen in Hotels der gehobenen Mittelklasse
- Historische Stätten wie Mari, Ugarit und Qatna
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Die Erde war fruchtbar, das Klima angenehm, vor etwa zehntausend Jahren brach der Mensch mit seiner nomadisierenden Lebensform. An den wichtigen Knotenpunkten ...weiter lesenDie Erde war fruchtbar, das Klima angenehm, vor etwa zehntausend Jahren brach der Mensch mit seiner nomadisierenden Lebensform. An den wichtigen Knotenpunkten antiker Verkehrsstraßen, die das Mittelmeer mit Mesopotamien und Anatolien mit dem Niltal verband, entwickelte sich ein städtisches Leben im Herzen des fruchtbaren Halbmondes. Die Fürsten agierten als kluge Regenten und verwandelten die bronzezeitlichen Siedlungsplätze in kleine Königreiche. Religion, Handel, Macht und zuweilen auch Krieg, bestimmten seit diesem Zeitpunkt den Alltag dieser Menschen. Sie lebten in märchenhaftem Reichtum, pompöse Paläste, dreistöckige Wohnhäuser, Wasserkraftwerke und Kunst aus aller Herren Länder überraschten selbst den erfahrendsten Kenner. Brisant und dennoch vorteilhaft lagen diese kleinen Königreiche zwischen den Großmächten des Altertums, den Hethitern Kleinasiens, den wechselnden Reichen Mesopotamiens und dem pharaonischen Ägypten. Ein Aufmarschplatz zwischen Orient und Okzident, aber auch Brücke und Träger für Kunst und Kultur der nachfolgenden europäischen Reiche. Fünf königliche Stadtstaaten Ugarit, Mari, Ebla, Ekalte und Qatna fand man im letzten Jahrhundert, aber erst die Bilder amerikanischer Spionagesatelliten brachten die wahren Ausmaße des bronzezeitlichen Verkehrsnetzes in Syrien zutage. Seit 1999 graben der tübinger Archäologe Professor Peter Pfälzner und sein internationales Team die spektakulärste dieser antiken Metropolen, Qatna, aus. Fortan vergeht kein Jahr ohne neue und Aufsehen erregenden Fundstücke. Der Königspalast mit unberührter Königsgruft und minoischer Freskenkunst an den Wänden übertrafen alle bisherigen Ausgrabungsergebnisse der Region. Ein riesiges Tontafelarchiv gab viele Rätsel und Forschungsarbeit für zukünftige Generationen auf. Diese Reise nimmt, die im Oktober 2009 beginnende Ausstellung im Landesmuseum Württemberg, zum Anlass diese Stätten auch in Natura zu bewundern. Folgen Sie uns auf uralten Karawanenwegen an die sensationellen Fundorte des Morgenlandes...
1. Tag: Anreise
Flug nach Damaskus, die Hauptstadt Syriens. Transfer in das vorgesehene Rundreisehotel. Begrüßungs- und Informationscocktail. Je nach Flugplan folgt eine Lichterfahrt am Abend durch „die Perle Arabiens“. Einst war die Stadt mächtiger Aufmarschplatz zwischen Orient und Okzident, für tausende von Kamelen, beladen mit Spezereien und Seide aus Asien, war das alte Damaskus das Ende und der Anfang monatelanger Reisen auf der legendären Seidenstraße. Noch heute ist die Architektur der mächtigen Omayadenherrscher dominierend und empfängt den Reisenden mit dem Atem von 1001 Nacht. Abendessen und Übernachtung in Damaskus.
2. Tag: Perle Arabiens
Am Vormittag Stadtrundfahrt in Damaskus. Die erste Station ist das Nationalmuseum der Stadt. Die ausgestellten Exponate des Vorderen Orients aus frühgeschichtlicher- klassischer- und spätantiker- sowie frühislamischer Zeit schließen so manche Wissenslücke der Menschheit. Weiter im Programm geht es mit der Tekkiye, einem Markt- und Moscheenkomplex des Sultans Suleiman der Prächtige. Die Omajaden-Moschee und das kleine Saladin-Mausoleum bilden den Abschluss des geführten Rundganges. Je nach Zeitplan stehen Ihnen nun die Zünfte des Suqs offen, Orient pur erwartet Sie in den verwinkelten Gassen des Bazars. Nur etwa 200 km trennen Damaskus von Palmyra, der legendären Oasenstadt Tadmor. Im Gegensatz zu den Städten kann Palmyra auf eine ganz besondere Periode blicken. Zenobia, Herrscherin über diese reiche Region, hielt das römische Reich von 267 bis 272 in Atem. Mit ihrem Untergang war auch die Macht des über zweitausend Jahre alten Oasenreiches gebrochen. Bis in die Protektoratszeit diente das Juwel der Wüste nur noch als Rastplatz der Seidenstraßekarawanen. Zum Abschluss des heutigen Tages besuchen wir noch das Kastell des Saladins, was historisch nicht belegbar ist, wunderbar jedoch ist die Beobachtung des Sonnenunterganges vom Kastell.
3. Tag: Palmyra- Die märchenhafte Oase
Besichtigung in der Oase Palmyra. Der oberste Gott der Palmyrer war Baal, sein Tempel misst 40 ha und beeindruckt jeden Syrienbesucher. Phantastische Säulenkolonnaden, von über tausend Meter Länge, führen vom Triumphbogen aus zum Tempel des Gottes Nebo. Das wiederhergestellte Theater wird bei den jährlichen Festspielen noch rege genutzt. Das Tal der Gräber ist übersäht von Türmen, in ihnen wurden auf mehreren Stockwerken Sarkophage in Nischen untergebracht. Andere Begräbnisstätten wurden unterirdisch angelegt - besonders bemerkenswert sind die Wandmalereien im Hypogäum der drei Brüder. Jede Grabplatte war mit einem Reliefbildnis des Bestatteten bestückt. Viele Funde wurden im Museum von Palmyra ausgestellt, Ihr Besuch gilt dem archäologischen und dem volkskundlichen Museum. Am Nachmittag Fahrt in die arabische Wüste nach Deir ez-Zor. Abendessen und Übernachtung.
4. Tag: Legendäres Mari
Die Fahrt nach Mari zieht sich über etwa 150 km entlang eines Karawanenweges der arabischen Wüste. Unterwegs unterhält Sie Ihr Reiseleiter mit Geschichte (n) und Interessantem über das Land. Mari war eine frühbronzezeitliche Gründung und hatte ihre Blütezeit zwischen 3000 und 1759 v.Chr. unter dem Herrscher Zimri Lim, bekannt auch der Zimri Lim Epos, der große Ähnlichkeiten mit dem Alten Testament aufweist. Er unterhielt viele verwandtschaftliche und diplomatische Beziehungen zu den umliegenden Reichen. So ehelichte er auch eine Prinzessin aus Qatna. Zeugnis seiner Regentschaft und der angrenzenden Reiche geben uns die sogenannten Mari-Briefe. Sie gehören zum Tontafelarchiv des von ihm errichteten Palastes. Zerstört wurde diese fast schon mythische Stadt von Hammurabi, dem König Babylons und einstigen Verbündeten Zimri-Lims. Rückfahrt nach Deir ez-Zor. Abendessen und Übernachtung wie am Vortag.
5. Tag: Biblischer Strom
Auf der Fahrt nach Aleppo begleitet Sie nun der altehrwürdige Euphrat. Er speiste einige der ältesten Kulturen und ist auch heute die Hauptwasserquelle der angrenzenden Länder. Wie eine Fata Morgana taucht der Assad Stausee am Horizont auf, durch dieses gigantische Bauwerk erlebt die sehr arme Region einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Leben spendende Nass bringt hier nicht nur die Landwirtschaft zum Florieren sondern versorgt große Teile des Landes mit Elektrizität. An seinem Ufer liegt unser heutiges Ziel, die zweite der fünf bronzezeitlichen Königsstätten die Sie besuchen werden, Ekalte. Als der Staussee geplant wurde, herrschte aufgeregtes Treiben am östlichen Steilufer. Der Tell Munbaqa wird seit 20 Jahren von dem Archäologen Prof. Dr.-Ing. Dittmar Machule und seinem Team erforscht. Teilweise liegen die Ruinen von Ekalte schon unterhalb des Wasserstandes. Die Ausgrabungen geben ein hervorragendes Bild des Lebens in dieser Stadt, die von 1600 bis 1200 v. Chr. ihre Blütezeit erlebte. Die Stadtruine ist großflächig freigelegt und ermöglicht einen guten Einblick in die verschiedenen Epochen der Stadt. Weiterfahrt nach Aleppo, Abendessen und Übernachtung im Hotel.
6. Tag: Aleppo, Handelsplatz der Antike
Die Festung Aleppo steht auf einem etwa 60 Meter hohen und leicht zu verteidigenden Felsen, auf der auch schon die bronzezeitliche Königsstadt Jamchad entstand. Sie wurde nach kurzer Blütezeit im 18. Jahrhundert vor Christus von Hethitern aus Anatolien erobert und verlor dann allmählich jeglichen Status. Gegen 1200 v. Chr. gab es nur noch das Heiligtum des Wettergottes Hadad zu bewundern. Der Diadoch Seleukos gründete die Stadt erneut und führte sie zu neuem Glanz. Ganztägige Besichtigung von Aleppo. Im Museum der Stadt erwarten Sie all die Originale der letzten Besichtigungstage, alle wertvollen Stücke Nordsyriens werden hier sorgsam aufbewahrt, und so schließen Sie auch hier wieder einige Lücken. Die Altstadt von Aleppo beherbergt den größten und farbenprächtigsten Bazar der Welt. Über 12 km erstreckt sich das bunte Menschengewimmel und lässt sich kaum ohne die sicheren Anweisungen Ihres Führers bewältigen. Nach diesen Strapazen fliehen Sie in das alte beschauliche Armenierviertel. Die Omajaden Moschee ist Zentrum des gläubigen Aleppos, ihre baulichen Ursprünge liegen wohl in der Anfangszeit des Islams. Der Abschluss der heutigen Besichtigungen bildet die Zitadelle. Schon vor über 4000 Jahren war dieser Felsen bewohnt. Das heutige Aussehen verlieh dem Bau wohl aber erst die Familie des Saladin.
7. Tag: Orontes Tal
Am Vormittag führt Sie die Route zuerst in das Gebiet der „Toten Städte“. Über ein 1200 Meter langen Originalpflaster der Römer steigt der Weg an, vorbei an zahlreichen stimmungsvollen Kirchen und Häusern, die während der Kreuzzüge verlassen wurden, erreichen Sie Ebla. Der Tell Mardikh ist seit dem 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt, erlebte aber erst zwischen 2500 und 1650 v.Chr. seine Blütezeit. Somit zählt Ebla zu den älteren der bekannten bronzezeitlichen Königstädten. Die Tontafelfunde mit biblisch bekannten Namen aus über tausend Jahren älteren Geschichten sorgten in den Siebzigern für große Aufregung. Die Ausgrabungen, die 1964 unter der Leitung des italienischen Archäologen Paolo Matthiae begonnen wurden, geben einen hervorragenden Eindruck vom täglichen Leben der Stadtbewohner und der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Situation der Königstädte dieser Region. Nach der Begehung folgt nun das letzte Stück in Richtung Küste, die Landschaft ist sehr wechselhaft und schön. Am Abend erreichen Sie Lattakia, das antike Laodikeia. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
8. Tag: Küste und Kreuzritterspuren
Vor den Toren Latakias möchten wir Ihnen eine der ältesten Städte der Welt zeigen, Ugarit. Ugarit wurde hauptsächlich durch das, hier gefundene, erste Konsonanten-Alphabet bekannt. Wie Jericho, kann es auf eine 9000 jährige Geschichte blicken. Die Blütezeit lag in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausend vor Christus. Für den Wohlstand der Stadt war sicher auch der Seehandel von großer Bedeutung. Schiffe aus Kreta, Ägypten und Kleinasien steuerten den großen Hafen an. Selbst ein mykenisches Viertel wurde von den Archäologen ausgemacht. Die heute zu sehenden Ruinen stammen durchweg aus dem 13 Jahrhundert v. Chr. der mittleren Bronzezeit. Dem Ansturm der Seevölker konnte Ugarit nichts entgegensetzen, militärisch nicht gerüstet, wurde es dem Erdboden gleich gemacht. Sie näheren sich dem letzten Stück Ihrer Reise. Entlang der malerischen Mittelmeerküste führt uns die Straße nach Tartus. Auf den Spuren der Kreuzritter und Templer begehen Sie das Tortosa der Christen, Kathedrale und Zitadelle zeugen von der einst hart umkämpften Stadt. Der Abschied vom Meer fällt Ihnen leicht angesichts der stimmungsvollen Landschaft im Hinterland. Nach kurzer Fahrt erreichen Sie dann auch das berühmte Krak des Chevaliers. Die großartige mittelalterliche Festung steht auf einem ca. 300 m hohen Ausläufer des Jebel an Nusairiyah, der einzige Zugang zum Landesinneren oder zum Meer. Diese vorteilhafte Lage nutzte den vorwiegend Johanniter-Rittern über 200 Jahre. Nie wurde die Burg eingenommen, ihr Verlust war nur durch eine List möglich. Nach der Überquerung des Passes wenden Sie sich nach Homs, das Sie am Abend erreichen.
9. Tag: Qatna
Der Höhepunkt Ihrer bronzezeitlichen Exkursion nähert sich nun, die jüngste und doch berühmteste Ausgrabungsstätte, Qatna. Während der Ausgrabungen auf dem Tell Mishrif in den letzten Jahren kamen immer wieder Zeugnisse einer großartigen Kultur zutage. Eine Palastanlage die 150 mal 80 Meter maß, an manchen Stellen drei Stockwerke in die Höhe ragte, fünf Meter starke Mauern besaß und mit minoisch anmutenden Fresken verziert war. Fahrbare Öfen und Wasserkraftwerke sorgten für Annehmlichkeit. Riesige Tontafelarchive werden noch Generationen von Archäologen beschäftigen. Der Höhepunkt jedoch lag unter dem Thronsaal verschüttet, eine unberührte Königsgruft, die vor Informationen nur so strotzt. Alles übertraf bislang die Erwartungen der archäologischen Welt und wird wohl noch für weitere Sensationen reichen. Nach der Besichtigung nähern Sie sich dem letzten Stück der Reise. Fahrt nach Damaskus und Hotelbezug. Abschiedsabendessen im traditionellen Restaurant in der Stadt.
Im Reisepreis enthalten
- Linienflug mit Turkish Airlines ab Frankfurt über Istanbul nach Damaskus und zurück in der Economy Class inklusive Bordverpflegung und 20kg Gepäck
- Aktuelle Flughafen- und Sicherheitsgebühren
- 09 x Übernachtungen in Hotels der gehobenen Mittelklasse in Doppelzimmern mit Dusche/ WC
- 09 x Frühstück/ 09 x Abendessen meist im Hotel
- Alle Transfers und Ausflüge laut Programm in Bussen (der Gruppengröße entsprechend) mit Klimaanlage
- Qualifizierte via cultus Reisebegleitung und Reiseführung
- Durchgehend deutschsprachiger Guide
- Sämtliche Eintrittsgelder laut Programm
- Lokale Steuern und Gebühren
- Insolvenzversicherung für jeden Teilnehmer
- Informations- und Reiseunterlagen zur Reise
Nicht im Reisepreis enthalten
- Reiserücktrittsversicheurng ohne Abbruchschutz (mit Selbstbehalt) im Rahmen einer Gruppenversicherung mit 30,00 € pro Person
- Persönliche Ausgaben und Trinkgelder
- Fakultative Ausflüge
Reiseinformation
Hinweis:
Änderungen vorbehalten.
Bei Schiffsreisen zu beachten
Falls es sich bei Ihrer gewünschten Reise um eine Schiffsreise handelt, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Sterneklassifizierung der Schiffe auf einem eigenen Bewertungssystem basiert. Wir möchten Ihnen die Entscheidung bei der Auswahl Ihres Schiffes erleichtern, indem wir Ihnen das Ergebnis unserer eigenen Erfahrungen, der Bewertungen unserer Kunden und Informationen der Reedereien/Veranstalter zusammenfassen.
Reiseveranstalter ist via cultus (AGB hier)
| Termin | Preis im Doppelzimmer (pro Person) | Preis im Einzelzimmer (pro Person) |
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